Hotels suchen nicht nach noch mehr Tools oder zusätzlichen Systemen. Sie verfügen bereits über genügend unterschiedliche Lösungen, Integrationen und Anbieterbeziehungen, die sie verwalten müssen. Was sie brauchen, sind engagierte Partner, denen sie vertrauen können – Partner, die ihre Anforderungen verstehen und sie zu Lösungen führen, die Komplexität reduzieren.
Während der vielen Stunden, die ich aufgrund von Flugverspätungen auf dem Heimweg aus San Antonio verbracht habe (und ich bin ziemlich sicher, dass wir alle im selben Gate-Bereich festsaßen), hatte ich Zeit, über die zahlreichen Gespräche nachzudenken, die unser Team während der HITEC geführt hat. Und ich bin heute mehr denn je von dieser Erkenntnis überzeugt.
Die Innovationskraft, die in diesem Jahr auf der Messe zu sehen war, war beeindruckend: neue Produkte, aufkommende Technologien, sich wandelnde Erwartungen der Gäste und künstliche Intelligenz, die in nahezu jeder Diskussion eine Rolle spielte. Doch am meisten beeindruckte mich weder eine einzelne Produktankündigung noch eine spektakuläre Live-Demo. Stattdessen zog sich eine viel grundlegendere und praxisnähere Erkenntnis wie ein roter Faden durch alle Gespräche: Hoteliers suchen nach Partnern, denen sie vertrauen können, um ihre Technologielandschaften einfacher und übersichtlicher zu gestalten.
In Gesprächen mit Eigentümern, Betreibern, IT-Verantwortlichen und Fachleuten aus der Hotellerie zeigte sich immer wieder dasselbe Bild. Teams arbeiten heute mit immer komplexeren Technologie-Ökosystemen – Systeme, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten, von verschiedenen Anbietern und zur Lösung ganz unterschiedlicher Herausforderungen eingeführt wurden. Jede einzelne Lösung mag für sich genommen gut funktionieren. Doch daraus eine vernetzte, intuitive und leicht zu verwaltende Gesamtlandschaft zu schaffen, bleibt eine große Herausforderung.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Technologie selbst. Viele Teams verbringen überraschend viel Zeit damit, Anbieterbeziehungen zu koordinieren, verschiedene Dienstleister aufeinander abzustimmen, Supportanfragen nachzuverfolgen und als Vermittler zu fungieren, wenn Systeme oder Partner nicht reibungslos zusammenarbeiten.
Das Ergebnis: Zu viele Hotels investieren ihre Zeit in die Verwaltung von Technologien und Anbietern, anstatt den eigentlichen Mehrwert daraus zu ziehen.
Genau diese Realität prägte viele unserer Gespräche auf der HITEC und bestätigte einen übergeordneten Wandel, den wir derzeit in der gesamten Branche beobachten: Einfachheit ist längst kein „Nice-to-have“ mehr – sie ist zum eigentlichen Ziel geworden.
Takeaways
Die Hotellerie leidet nicht unter einem Mangel an Technologie, sondern unter der zunehmenden Komplexität ihrer Verwaltung.
Die besten Technologiepartner liefern nicht nur Software – sie helfen Hotels dabei, Abläufe zu vereinfachen und Reibungsverluste zu reduzieren.
Nahtlose Integrationen sind längst kein technischer Vorteil mehr – sie sind eine Grundvoraussetzung für einen effizienten Hotelbetrieb.
Je stärker Hotels wachsen und sich weiterentwickeln, desto wichtiger werden flexible und skalierbare Technologien – ebenso wichtig wie ihre Funktionen.
Die besten Gästeerlebnisse basieren auf Technologien, die unauffällig im Hintergrund arbeiten und den Hotelteams den Arbeitsalltag erleichtern.
Einfachheit beginnt mit den richtigen Partnern
Eine Erkenntnis zog sich besonders deutlich durch die Gespräche auf der Messe: Einfachheit hängt nicht nur von der Software ab. Entscheidend ist auch, mit wem man zusammenarbeitet.
Technologieprojekte in der Hotellerie sind von Natur aus selten unkompliziert. Selbst leistungsstarke Plattformen können schnell zur Herausforderung werden, wenn ihre Implementierung komplex ist, die Einführung Zeit kostet oder die Partner nach Vertragsabschluss kaum noch präsent sind. Was Hoteliers heute suchen, ist eine andere Art der Zusammenarbeit. Sie wünschen sich Partner, die die Komplexität hinter den Kulissen verstehen und Verantwortung dafür übernehmen, den Arbeitsalltag einfacher zu gestalten.
Das bedeutet weniger Abstimmungsschleifen, klar geregelte Verantwortlichkeiten und weniger Zeitaufwand, um herauszufinden, an wen man sich wenden muss, wenn etwas nicht wie erwartet funktioniert.
Gerade für unabhängige Hotels und kleinere Hotelgruppen ist das von besonderer Bedeutung. Häufig verfügen sie nicht über die internen Ressourcen, um mehrere Technologieanbieter zu koordinieren oder komplexe IT-Projekte selbst zu steuern. Sie benötigen Lösungen, die intuitiv und leicht einzuführen sind – unterstützt von Partnern, die Erfahrung mit komplexen Projekten haben und auch lange nach dem Go-live engagiert bleiben.
In diesem Sinne ist Einfachheit eine gemeinsame Verantwortung. Sie entsteht durch klare Kommunikation, professionelles Projektmanagement und einen Partner, der vor, während und nach der Implementierung Verantwortung übernimmt.
Integrationen sind längst kein Nice-to-have mehr
Wenn es ein Thema gab, das auf der HITEC häufiger zur Sprache kam als jedes andere, dann waren es Integrationen.
Hotelteams bewerten Technologie heute längst nicht mehr allein anhand von Funktionslisten. Sie möchten verstehen, wie Systeme miteinander verbunden sind, wie Daten zwischen Plattformen fließen und ob neue Technologien tatsächlich dazu beitragen, Reibungsverluste zu reduzieren – anstatt zusätzlichen Koordinationsaufwand und mehr Supportbedarf zu verursachen.
Über viele Jahre hinweg wurden Technologieentscheidungen in der Hotellerie häufig abteilungsweise getroffen. Ein PMS löste ein bestimmtes Problem, ein POS ein anderes, und Lösungen für die Gästekommunikation deckten wiederum ganz andere Anforderungen ab. Im Laufe der Zeit entstanden so Technologie-Ökosysteme, die zwar einzelne Bedürfnisse erfüllten, gleichzeitig aber operative Silos und eine immer komplexere Anbieterlandschaft schufen.
Heute spüren Hotelbetreiber die Folgen dieses Ansatzes.
Ganz gleich, ob es um Abläufe an der Rezeption, den Food-&-Beverage-Bereich, den Gästeservice oder das Reporting ging – die zentrale Erkenntnis war überall dieselbe: Nicht miteinander verbundene Systeme erzeugen Reibungsverluste, und fragmentierte Anbieterlandschaften erschweren es, Probleme schnell und effizient zu lösen.
Wenn Integrationen reibungslos funktionieren, fließen Informationen nahtlos zwischen den verschiedenen Plattformen. Dadurch werden Abläufe einfacher: Teams verbringen weniger Zeit damit, Daten abzugleichen und unterschiedliche Anbieter zu koordinieren, und können sich stattdessen stärker darauf konzentrieren, ihren Gästen exzellenten Service zu bieten. Genau deshalb haben sich Integrationen von einer rein technischen Anforderung zu einer echten geschäftlichen Priorität entwickelt.
Was wir auf der HITEC immer wieder gehört haben, bestätigt eine Entwicklung, die wir bereits das ganze Jahr über beobachten: Hotels suchen nicht nach mehr Systemen. Sie suchen nach besser vernetzten Lösungen – unterstützt von Partnern, die wissen, wie sich diese Verbindungen erfolgreich umsetzen lassen und die auch langfristig Verantwortung dafür übernehmen.
Skalierbarkeit ist wichtiger als glänzende Funktionen
Ein weiteres wiederkehrendes Thema war die Skalierbarkeit. Immer mehr Hoteliers treten einen Schritt zurück und fragen sich, ob ihre Technologielandschaften – ebenso wie ihre Beziehungen zu Technologiepartnern – das zukünftige Wachstum ihres Unternehmens unterstützen können und nicht nur den aktuellen Bedarf.
Wachstum bringt zwangsläufig mehr Komplexität mit sich. Neue Hotels, sich weiterentwickelnde Marken, unterschiedliche Betriebsmodelle und steigende Erwartungen der Gäste stellen sowohl die Technologie als auch die Teams, die sie betreuen, vor neue Herausforderungen. Deshalb entscheiden sich Hotelbetreiber heute deutlich bewusster – nicht nur dafür, in welche Plattformen sie investieren, sondern auch mit welchen Partnern sie diesen Weg gehen.
Die entscheidende Frage lautet heute nicht mehr: „Was kann dieses System im Moment leisten?“, sondern vielmehr: „Wird diese Lösung auch in einigen Jahren noch zu unserem Unternehmen passen – und wird die Zusammenarbeit mit diesem Partner dann genauso zuverlässig und unkompliziert sein?“
Dieser Gedanke spielte insbesondere in Gesprächen über Property-Management-Systeme eine zentrale Rolle. Hotelbetreiber wünschen sich Plattformen, die sich an ihr Unternehmen anpassen – und nicht umgekehrt. Gleichzeitig suchen sie Partner, die gemeinsam mit ihnen wachsen können und auch bei zunehmender Komplexität für Kontinuität, Orientierung und verlässliche Unterstützung sorgen.
Herausragende Gästeerlebnisse entstehen hinter den Kulissen
Auch wenn das Gästeerlebnis im Gastgewerbe stets im Mittelpunkt steht, wurde in vielen Gesprächen auf der HITEC eine wichtige Erkenntnis deutlich: Herausragende Gästeerlebnisse sind meist das Ergebnis operativer Einfachheit, die unbemerkt im Hintergrund wirkt.
Gäste nehmen eine gut funktionierende Integration oder ein nahtlos aufeinander abgestimmtes Technologie-Ökosystem kaum wahr – solange alles reibungslos funktioniert. Umso schneller fällt ihnen jedoch auf, wenn dies nicht der Fall ist.
Längere Wartezeiten, widersprüchliche Informationen oder unzusammenhängende Serviceerlebnisse sind häufig Symptome einer zugrunde liegenden Komplexität – sei es, weil Systeme nicht miteinander kommunizieren oder weil verschiedene Technologieanbieter nicht optimal zusammenarbeiten.
Diese Perspektive zeigte sich auch deutlich in den Gesprächen über MOVE und das umfassendere Ökosystem gästebezogener Technologien. Bei den Diskussionen über Self-Service-Kioske, Integrationen im Restaurantbereich und vernetzte Guest Journeys ging es nicht darum, weitere Touchpoints zu schaffen. Im Mittelpunkt stand vielmehr, Reibungsverluste sowohl für Gäste als auch für Hotelteams zu beseitigen.
Durch die Zusammenarbeit mit Partnern wie IPORT, Rivalry Tech, Dine by Paytronix und OpenTable lag der Fokus darauf, vernetzte Erlebnisse zu schaffen, die für den Gast einfach und intuitiv wirken – obwohl im Hintergrund eine komplexe Abstimmung zahlreicher Systeme stattfindet.
Die erfolgreichsten Technologiestrategien sind nicht immer die sichtbarsten. Es sind diejenigen, die Abläufe vereinfachen, die Teams entlasten und den Aufwand für die laufende Koordination verschiedener Technologiepartner auf ein Minimum reduzieren.
Wohin sich die Hoteltechnologie entwickelt
Wenn es in diesem Jahr eine klare Erkenntnis aus der HITEC gab, dann diese: Die Gespräche über Hoteltechnologie werden zunehmend praxisorientierter und realistischer.
Die Branche ist nach wie vor von Innovationen begeistert. Gleichzeitig stellen Hotelbetreiber heute die entscheidenderen Fragen:
-Wie einfach lässt sich diese Lösung integrieren?
-Wie aufwendig sind Implementierung und Einführung?
-Kann sie mit unserem Unternehmen mitwachsen?
-Trägt sie dazu bei, Komplexität zu reduzieren – oder erhöht sie sie?
-Und mit wem arbeiten wir zusammen, wenn wir Unterstützung benötigen?
Hotels gehen heute über die reine Anschaffung neuer Technologien hinaus und konzentrieren sich stattdessen darauf, diese gezielt zu optimieren. Sie suchen nach Lösungen und Partnern, die Klarheit, Vernetzung und Vertrauen schaffen – nicht nur nach Software.
Letztlich geht es nicht darum, immer größere Technologie-Ökosysteme aufzubauen. Entscheidend ist, intelligentere und einfachere Lösungen zu schaffen – unterstützt von Partnern, die Komplexität beherrschbar machen.
Nach den vielen Gesprächen, die wir in San Antonio geführt haben, ist eine Botschaft besonders deutlich geworden: Führungskräfte in der Hotellerie wünschen sich Technologien, die zuverlässig im Hintergrund arbeiten, sich einfach einführen lassen und von Partnern begleitet werden, mit denen die Zusammenarbeit langfristig unkompliziert und vertrauensvoll ist.
Und genau das sollte großartige Hoteltechnologie – und eine starke Partnerschaft – letztlich leisten.






